Ihr Lieben,
einschneidende Veränderungen machen es mir leider unmöglich diesen Blog weiterzuführen. Danke für die kurze, aber auch schöne Zeit, vieleicht gibt es irgendwann ein Wiedersehen.
Viele Grüße.
Montag, 25. April 2016
Sonntag, 13. März 2016
"Throne of Glass - Die Erwählte" von Sarah J. Maas
Euphorische Bewertungen und begeisterte Rezensionen haben mich dazu bewegt, dieses Buch zu lesen. Das Cover sah ansprechend aus und der Klappentext las sich interessant, also dachte ich mir 'Hey, endlich mal wieder Fantasy, das wird ein Spaß!'. Es wird tatsächlich ein Spaß. Zumindest diese Rezension zu schreiben. (Könnte eventuell etwas Sarkasmus enthalten.)
Es klingt vielversprechend: Die Assassinin Celaena schuftet in einem Todeslager und wird eines Tages aus den Salzminen von Endovier gerissen, als der Kronprinz sie dazu auffordert, sein Champion zu werden und sechs Jahre lang der Krone zu dienen, um deren Drecksarbeit zu erledigen. Da dies aber zu einfach wäre, hat der König noch 23 andere Anwärter auf diese Stelle zu sich holen lassen, sodass innerhalb weniger Monate per Ausscheidungsverfahren nur noch die vier Besten unter ihnen übrig bleiben. Diese sollen in einem Zweikampf schließlich entscheiden, wer die Stelle am Königshaus haben soll.
Klingt eigentlich ganz gut... dachte ich mir...
Das Ganze spielt in einer Welt namens Erilea, in der einmal Magie vorhanden war, aber heute nicht mehr allzuoft angetroffen wird, weil der König alles Magische und deren Wirker hat vernichten, bzw. umbringen lassen. Die Erinnerung daran hat sich verflüchtigt, auch wenn mir nicht ganz klar ist warum, da die Zeitspanne eigentlich nicht zu groß sein kann, wurden diese Maßnahmen doch von einem einzigen König ergriffen... Aber gut, darüber wollte ich mal hinwegsehen.
Viel mehr erfahren wir nicht über das Land. Es gibt zwar eine Karte, die auch ganz schön anzusehen ist, aber mehr als der Krieg und ein paar Länder werden nicht erwähnt. Die paar Andeutungen, die gemacht werden, reichten zumindest mir nicht aus, um meine Neugier zu befriedigen.
Die Übersetzerin hat sich bei den Städtenamen nicht allzuviel Mühe gemacht, denn die blieben einfach so, wie sie waren. So gibt es neben dem Golf von Oro auch die White Fang Mountains, den Oakwald Forest oder den Silver Lake. Auch die Personennamen wurden nicht übersetzt. Manchmal kam mir das etwas seltsam vor, wenn dann Miss Spindlehead neben Sardothien und Adarlan auftaucht. Naja.
Wir lernen die Hauptfigur der 18-Jährigen Celaena kennen und können ihren Gedanken etwas folgen. Dabei lässt sie das ein oder andere Mal verlauten, wem sie gerne die Kehle aufschlitzen würde und wie lange sie exakt dafür brauchen könnte. So an die gefühlten fünf Mal pro Seite. Wir wissen also 'Aha, sie scheint eine totale Killerin zu sein!'. Dies hält an, bis Celaena zur Heimat des Kronprinzen Dorian und seines Captains der Leibgarde Chaol ankommt. Ab dort scheinen wir genug über die Fähigkeiten der Protagonistin erfahren zu haben, dann nun mutiert sie zu einem typischen (heutigen) Teenager. Sie steht auf Partys, liebt Süßigkeiten und macht sich so einige Gedanken über die Annäherungsversuche des Kronprinzen und die scheuen, nicht leicht zu ahnenden Avancen des Captains. Die Prüfungen der Champion-Anwärter sind zwar allgegenwärtig, scheinen für Celaena aber nicht weiter von Bedeutung zu sein, da sie ja sowieso gewinnen wird. Dass sie gerade aus einem einjährigen Aufenthalt in einem Todeslager und einer mehrwöchigen schwierigen Reise durch die Lande wiederkehrt ist da Nebensache, Training gibt es erst einen Tag vor Beginn der Prüfungen. Logisch, Celaena hat genug Talent, wer braucht da schon Training?
Das ist auch eines, was mir negativ aufgefallen ist. Dieses Mädel kann wirklich alles und das auch noch nahe an Perfektion. Eine neunjährige Ausbildung hat sie zu einer beidhändigen Killerin gemacht, die so ziemlich alle Waffenarten beherrscht. Außerdem spielt sie wunderhübsch das Pianoforte, hilft bei der Ermittlung von seltsamen Todesfällen und behält trotz der Schrecken ihrer Vergangenheit ihren Humor und ihre Unbeschwertheit, die dann doch recht häufig von heftigen Anflügen von Angstzuständen vor dem König oder den nächtlichen Begebenheiten in ihrem Zimmer unterbrochen werden. Einzige schlechte Angewohnheit ist ihr vorlautes Auftreten, aber wer kann der jungen Dame schon widerstehen? Dorian und Chaol sicher nicht. Die abgebrühte Assassinin, die einem ständig in den Ohren lag, dass sie diesen und jenen in windeseile umbringen könnte, tötet in dem gesamten ersten Band übrigens nicht einen einzigen Menschen.
Der Kronprinz Dorian ist nicht so gut auf seinen Vater zu sprechen und will eigentlich nur Celaena als Champion, um diesem damit eins auszuwischen. Die Vergangenheit des Prinzen wird nicht sonderlich beleuchtet, obwohl wir mitbekommen, dass Chaol und Dorian sehr gute Freunde sind. Außerdem hat Dorian noch einen kleinen Bruder, von dem wir nur wissen, dass er gerade auf einem Internat ist und mit acht oder neun Jahren seine Dienerin verprügelt hat. Scheint ein sehr kräftiger Kerl für sein Alter zu sein.
Dorian und Chaol kamen mir so unglaublich langweilig vor, dass ich hier mal etwas abkürzen will. Die beiden sind in Celaena ziemlich verschossen, wobei der Prinz das eher zugibt, als der schüchterne Captain. Die Dialoge zwischen den jeweiligen Pärchen sind teilweise so nichtssagend und auch absolut sinnlos und ohne Bezug auf die Geschichte, dass ich nur schnaubend den Kopf schütteln konnte. Überhaupt sind die Dialoge von modernen Sätzen geprägt, die ich in einem High-Fantasy Roman nicht erwarten (und auch nicht lesen wollen) würde. Da bringt dann auch das 'Ihr' und 'Euch' nichts mehr, wenn der Captain der Assassinin sagt: "Zieht keine Show ab!" oder Celaena der Gedanke durch den Kopf springt: 'Igendwie wollte sie ihn küssen.' Whoa, welch Erkenntnis!
Da wir schon dabei sind, ich hatte sehr an den veschiedenen Arten zu knabbern, wie die Autorin mich aus der Welt herausreißen wollte. Wunderbarstes Beispiel: Wir befinden uns in einer Fantasy-Welt und haben mehrere Götter, die dem Volk bekannt sind, neben Magie und anderem vergleichbaren Kram. Und dann wird erwähnt, dass der kleine Bruder von Dorian gerade im Internat eingeschneit ist und erst nach den Osterferien nach Hause kann. Aha. Osterferien. Okay...
Dann die Taten des Königs, der zum einen dem Untergebenen sagt, er solle nicht so viel Aufsehen erregen, allerdings selbst von einer Reise mutterseelenallein ohne seine kleine Begleitarmee wiederkehrt. Ist auch gar nicht auffällig.
Celaena selbst ist außerdem eine ausgebildete Assassinin, kommt mir aber eher so vor wie eine eingebildete kleine pubertierende Teenagerin, die sich einfach so mit plötzlich auftauchenden Süßigkeiten vollstopft, ohne zu wissen woher sie kommen und von wem sie sein könnten. Wenn ich Assassinin wäre, würde ich mir doch halbwegs Gedanken machen, ob da vielleicht Gift oder sowas drin wäre?! Nö, Celaena kratzt es nicht.
Und dieses nervige Getue von Prinz und Captain, die immer wieder ungefragt in Celaenas Gemächern auftauchen! Haben die nichts anderes zu tun?
Der Captain schaut sich außerdem andauernd irgendwelche Leichen an, braucht aber trotzdem Celaenas Hilfe, um offensichtliche Dinge herausfinden zu können.
Und diese genauso offensichtlichen Fragen, die sich alle stellen und wo ich mir die ganze Zeit in Gedanken einen abbrülle "DAS IST DOCH OFFENSICHTLICH, WER DAS WAR!"
Ich war am Ende unglaublich froh, dass ich dieses Buch geschafft habe, ohne Bluthochdrucksstörungen zu bekommen. Ich werde auch nicht die nächsten Bände lesen. Wer auf diese Teenie-Fakefantasy-Love-Neuzeit-Kacke steht, der ist hier wunderbar bedient, aber ich würde doch endlich gern mal wieder etwas mit mehr Substanz lesen.
Einen Finger für den flüssigen Schreibsil und einen Finger für die halbwegs guten Namen. Eigentlich wollte ich drei Finger geben, aber mir fällt grad nicht mehr ein, weshalb ich den dritten geben wollte. Also bleiben wir bei zwei.
Montag, 29. Februar 2016
"Mein Herz wird dich finden" von Jessi Kirby
Seit 400 Tagen trauert Mia um ihren Freund Lucas, der bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Seit 400 Tagen versuchen ihre Eltern, ihre Großmutter und ihre Schwester, sie aus ihrem Mauseloch zu ziehen, das vollgestopft mit ihren Erinnerungen an Lucas ist, denn sie kann einfach nicht loslassen. Da er Organspender war, hat sie sich in den Kopf gesetzt, die Menschen zu finden, denen er spenden konnte. Fast alle konnte sie ausfindig machen und ihnen schreiben, nur den wichtigsten Spender konnte sie nicht erreichen: Das Herz.
Durch einen Blog im Internet findet sie schließlich heraus, welcher Junge Lucas' Herz bekommen hat und so macht sie sich auf die Suche nach ihm. Wider besseren Wissens nimmt sie Kontakt zu ihm auf und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Eine schön geschriebene Geschichte, die mich gleich mitgenommen hat und die ich sehr gerne gelesen habe. Trotz des schwächelnden Endes, kann ich es ganz gut empfehlen, aber alles der Reihe nach...
Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat oder einem Fakt, welcher das Herz betrifft, im literarischen, wie auch medizinischem Sinne. Das hat mir sehr gefallen! Die Geschichte an sich ist ruhig, wenn auch die Spannung, die Mia in sich fühlt, als sie sich verbotenerweise mit Noah, dem Spendenempfänger, einlässt, mich manchmal geradezu zum weiterlesen getrieben hat. Trotz der ruhigen Passagen ist das Buch aber keineswegs langweilig. Mia muss sich mit ihrem inneren Zwist auseinandersetzen, dass sie Noah erzählen muss, wer sie ist. Ihre große Schwester ist ihr in der Zwischenzeit eine große Hilfe, wie auch ihre Großmutter, die ihr immer mit einem guten Rat zur Seite steht.
Während Mia sich langsam aber sicher in Noah verliebt, muss sie lernen Lucas loszulassen und sieht ein, dass sie mit der Wahrheit ans Licht muss. Als dann noch ein Unglücksfall in der Familie passiert, kommt alles viel schneller an die Oberfläche, als Mia gedacht hätte.
Wie schon gesagt, kann ich das Buch gut empfehlen. Der anspruchsvolle Leser mag vielleicht die Nase rümpfen, aber für eine nette Geschichte zwischendurch ist es wirklich sehr gut. Das Ende kam mir zwar etwas knapp und schön gemacht vor, aber ich hatte meinen Spaß :-)
Das einzige, was ich recht seltsam finde ist, dass die Namen im Original ganz anders sind o.O Falls jemand weiß warum, sagt bescheid! ^^
Von daher: 7 Finger
Freitag, 12. Februar 2016
"Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher
Der Titel ist zwar bei Weitem keine Neuheit mehr, aber ich finde ihn so gut, dass ich ihn euch einfach mal vorstellen muss. Nach den etwas durchwachsenen vorigen Rezensionen, ist das mal wieder nötig ;-)
Als Clay eines Tages von der Schule nach Hause kommt, steht ein Päckchen vor seiner Tür. Die dreizehn Kassetten darin sind von seiner ehemaligen Mitschülerin Hannah besprochen, doch das ist genau das Problem: Denn Hannah ist tot. Ihr Suizid schockte die ganze Schule und nun steht Clay vor seinem Kassettenrekorder und muss sich anhören, dass er eine von dreizehn Personen sein soll, die etwas mit Hannahs Tod zu tun haben. Jede Seite einer Kassette ist an jemand Bestimmten gerichtet und so streift Clay mit einem geliehenem Walkman durch die Nacht und hört sich an, was Hannah zu sagen hatte. Hannah, die er so sehr mochte.
Ich habe dieses Buch wirklich sehr gern gelesen. Es ist zwar relativ einfach geschrieben und jetzt nicht die hochanspruchsvolle Auserwähltenliteratur, doch es behandelt ein Thema, dass mir sehr an die Nieren ging. Die Personen, die mit Hannahs Tod zu tun haben, wurden ausgewählt, weil sie etwas bestimmtes getan oder eben nicht getan haben. Das ist der springende Punkt. Auf den Kassetten erfährt Clay die Wahrheit und sieht danach die Menschen und die kleine Welt um sich herum mit anderen Augen.
Ab und zu brauchte ich mal eine kurze Pause, musste das Buch weglegen und einmal durchatmen, weil mir das Geschriebene fast wehtat. Man liest, was Hannah aufgenommen hat und die entsprechenden Gedanken von Clay dazwischen. Man liest, wie er sich fragt, warum gerade er auf einer dieser Kassetten vorkommt, wo er doch für Hannah geschwärmt hatte. Man teilt seine Zweifel, seine Fragen, warum Hannah sich keine Hilfe holte und muss sich dann selbst die Frage stellen, warum sie keine bekommen hat.
Ich empfehle dieses Buch mit ganzem Herzen, wenn ihr mal etwas lesen wollt, was nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen-Dudelei ist. Denn einen Spoiler kann ich euch verraten: Hannah wird nicht von den Toten auferstehen.
Neun Finger für meinen Geheimtipp!
Sonntag, 24. Januar 2016
"Entschuldigen ist nicht mein Ding" von Martin Gülich
So hat sich Seb seine Ferien nicht vorgestellt. Während seine Freunde in die Sonne fahren und "Mädels flachlegen", muss er seine asthmakranke Mutter auf eine Ostseeinsel zur Kur begleiten. An diesem sterbenslangweiligen Ort verknallt sie sich auch noch in einen Typen, der sich in eine lange Reihe von Verliebtheiten seiner Mutter einreihen darf. Um nicht vor Langeweile zu vergehen, verkriecht sich Seb mit seinen Ohrstöpseln am Strand und in den Dünen. Eines Tages trifft er auf Kim, die so völlig anders ist, als die Menschen, die Seb sonst noch so auf der Insel gesehen hat. Kim gibt nicht viel auf die Meinung anderer Leute und kümmert sich etwas um einen Obdachlosen, der an einem Abhang "wohnt". Als der böse verprügelt wird, machen sich die beiden auf die Suche nach den Rowdys.
Diese Geschichte ist völlig normal. Es läuft nicht nach dem typschen Schema:
- Junge verliebt sich in Mädchen
- Mädchen nach einer Weile in Jungen (oder andersrum...)
- kritischer Moment
- romantisches Ende.
Innerhalb weniger Stunden hatte ich dieses wirklich kurze, kleine Abenteuer von 190 Seiten durch und konnte mir durchaus vorstellen, dass so etwas jedem von uns passieren könnte. Seb fühlt sich auf der Insel total fehl am Platz und Kim geht es nicht anders, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Während Seb sich nach seinem normalen Leben und nach seinen Freunden sehnt, möchte Kim ihrem goldenen Käfig entfliehen. Eine Art der Auflehnung kann sie ausleben, indem sie sich aus dem Internat schleicht und sich um den Obdachlosen Karl kümmert, ihm häufig zu Essen und etwas Geld da lässt.
Als Karl von Fremden verprügelt wird und kurz darauf verschwindet, sehen die beiden sich von der Polizei allein gelassen und ermitteln auf eigene Faust. Daneben muss Seb sich mit dem neuen Lover seiner Mutter herumschlagen, was die seltsame Verbindung von Mutter und Sohn unterstreicht. Ich hatte das Gefühl, dass die Mutter nicht wirklich fähig ist, eine gesunde Beziehung aufzubauen, schließlich hatte sie schon Einige und war am Ende immer am Boden zerstört. Doch Seb versucht jedes Mal sie wieder aufzubauen, nur damit seine Mutter in die nächste Verknalltheit schlittert. Ein Teufelskreis.
Vieles bleibt ungesagt, ins Detail wird nicht gegangen, aber man kann sich vieles denken. Trotzdem bin ich mit ein paar Fragen zurückgeblieben und konnte mich für diese Geschichte nur teilweise erwärmen. Von daher fünf Finger aus meiner Sicht.
Diese Geschichte ist völlig normal. Es läuft nicht nach dem typschen Schema:
- Junge verliebt sich in Mädchen
- Mädchen nach einer Weile in Jungen (oder andersrum...)
- kritischer Moment
- romantisches Ende.
Innerhalb weniger Stunden hatte ich dieses wirklich kurze, kleine Abenteuer von 190 Seiten durch und konnte mir durchaus vorstellen, dass so etwas jedem von uns passieren könnte. Seb fühlt sich auf der Insel total fehl am Platz und Kim geht es nicht anders, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Während Seb sich nach seinem normalen Leben und nach seinen Freunden sehnt, möchte Kim ihrem goldenen Käfig entfliehen. Eine Art der Auflehnung kann sie ausleben, indem sie sich aus dem Internat schleicht und sich um den Obdachlosen Karl kümmert, ihm häufig zu Essen und etwas Geld da lässt.
Als Karl von Fremden verprügelt wird und kurz darauf verschwindet, sehen die beiden sich von der Polizei allein gelassen und ermitteln auf eigene Faust. Daneben muss Seb sich mit dem neuen Lover seiner Mutter herumschlagen, was die seltsame Verbindung von Mutter und Sohn unterstreicht. Ich hatte das Gefühl, dass die Mutter nicht wirklich fähig ist, eine gesunde Beziehung aufzubauen, schließlich hatte sie schon Einige und war am Ende immer am Boden zerstört. Doch Seb versucht jedes Mal sie wieder aufzubauen, nur damit seine Mutter in die nächste Verknalltheit schlittert. Ein Teufelskreis.
Vieles bleibt ungesagt, ins Detail wird nicht gegangen, aber man kann sich vieles denken. Trotzdem bin ich mit ein paar Fragen zurückgeblieben und konnte mich für diese Geschichte nur teilweise erwärmen. Von daher fünf Finger aus meiner Sicht.
Sonntag, 13. Dezember 2015
"Klar ist es Liebe" von Sandy Hall
Diverse tolle Rezensionen gelesen und gedacht: Hey, das ist doch mal was Neues! Nichts wie ran! Gnaaa...
Alle sind sich einig. Der Busfahrer, der Pizzabote, die Dozentin, Freunde, ja, wirklich alle. Sogar die Bank. Und das Eichhörnchen. Lea und Gabe sind das perfekte Paar, warum zum Teufel klappt es nur nicht mit den beiden? Irgendetwas kommt immer dazwischen.
Das war mal eine sehr kurze Inhaltsangabe, aber mehr ist es auch nicht. Der Weg, den ein perfektes Paar geht, um evtl. zusammenzufinden. Das Interessante an dem Buch ist, dass es nicht aus der Sicht der Hauptpersonen geschrieben ist, sondern aus ihrer nächsten Umgebung. Vierzehn Personen, Tiere und Gegenstände (ja, besagte Bank macht sich auch ihre Gedanken), finden, dass Lea und Gabe einfach perfekt füreinander geschaffen sind, selbst der Kommilitone, der beide auf den Tod nicht ausstehen kann, muss das zugeben.
Ich kann auf diesen Zug des "Whoa, toll, der Knaller!!11!"-Wahnsinns nicht aufspringen. Ehrlich gesagt hat mich dieses Buch so dermaßen genervt, dass ich ein paar Mal kurz davor war, es aus dem Fenster zu werfen. An einem Regentag. Möglichst mit Blitz und so. Dieses ständige "Oh, die beiden sind ja sooo süüüß zusammen." ging mir spätestens nach dem fünften Mal tierisch auf den Keks. Als dann noch die Bank (sinngemäß) sagte: "Oh, das sind ja zwei tolle Poschis, die sich hier auf mich draufsetzen!", da war alles vorbei.
Ich weiß, recht kurz für eine Rezension, aber alles weitere wäre übertrieben ;) Alle, die das Buch toll fanden, können das natürlich weiterhin tun, aber meinen Geschmack hat es so gar nicht getroffen ^^
Zwei Finger von mir, weil ich die Idee, mal aus der Sicht von allen anderen zu schreiben, eigentlich recht gut fand.
(Und nein, es sind nicht die mittleren ;) )
Alle sind sich einig. Der Busfahrer, der Pizzabote, die Dozentin, Freunde, ja, wirklich alle. Sogar die Bank. Und das Eichhörnchen. Lea und Gabe sind das perfekte Paar, warum zum Teufel klappt es nur nicht mit den beiden? Irgendetwas kommt immer dazwischen.
Das war mal eine sehr kurze Inhaltsangabe, aber mehr ist es auch nicht. Der Weg, den ein perfektes Paar geht, um evtl. zusammenzufinden. Das Interessante an dem Buch ist, dass es nicht aus der Sicht der Hauptpersonen geschrieben ist, sondern aus ihrer nächsten Umgebung. Vierzehn Personen, Tiere und Gegenstände (ja, besagte Bank macht sich auch ihre Gedanken), finden, dass Lea und Gabe einfach perfekt füreinander geschaffen sind, selbst der Kommilitone, der beide auf den Tod nicht ausstehen kann, muss das zugeben.
Ich kann auf diesen Zug des "Whoa, toll, der Knaller!!11!"-Wahnsinns nicht aufspringen. Ehrlich gesagt hat mich dieses Buch so dermaßen genervt, dass ich ein paar Mal kurz davor war, es aus dem Fenster zu werfen. An einem Regentag. Möglichst mit Blitz und so. Dieses ständige "Oh, die beiden sind ja sooo süüüß zusammen." ging mir spätestens nach dem fünften Mal tierisch auf den Keks. Als dann noch die Bank (sinngemäß) sagte: "Oh, das sind ja zwei tolle Poschis, die sich hier auf mich draufsetzen!", da war alles vorbei.
Ich weiß, recht kurz für eine Rezension, aber alles weitere wäre übertrieben ;) Alle, die das Buch toll fanden, können das natürlich weiterhin tun, aber meinen Geschmack hat es so gar nicht getroffen ^^
Zwei Finger von mir, weil ich die Idee, mal aus der Sicht von allen anderen zu schreiben, eigentlich recht gut fand.
(Und nein, es sind nicht die mittleren ;) )
Sonntag, 22. November 2015
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green
Gibt es eigentlich jemanden, der dieses Buch noch nicht gelesen oder den Film noch nicht gesehen hat? Ich hab's trotzdem getan (beides) und werde euch nun meine Meinung aufdrücken ;-)
Hazel hat Krebs. Sie weiß, dass sie sehr wahrscheinlich eher früher als später daran sterben wird, doch sie trägt es mit viel Sarkasmus und stoischer Gelassenheit. Als sie schließlich kaum noch das Haus verlässt und immer nur das eine Buch liest, zwingt ihre Mutter sie, zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen. Für die sechzehnjährige Hazel eine nervige Angelegenheit und doch lernt sie dort den charmanten Augustus kennen, der einen ähnlichen Humor hat wie sie.
Die beiden kommen sich näher, obwohl Hazel sich sicher ist, dass sie Augustus durch ihren bevorstehenden Tod nur Schmerz zufügen kann. Als Augustus sich dann aber in das gleiche Buch verguckt, das sie selbst schon seit Ewigkeiten immer wieder liest, beschließt Hazel ihrer Freundschaft eine Chance zu geben.
Eines Tages schafft es Augustus, Hazels Lieblingsautoren auf sich aufmerksam zu machen und ihn dazu zu bringen, sie zu sich einzuladen. Die Reise wird für die beiden auf vielerlei Hinsicht unvergesslich und schließlich ist da noch der miese Verräter namens "Schicksal"...
Tja, was soll man da noch groß sagen? Ich habe das Buch in zwei Anläufen gelesen, was aber keineswegs daran lag, dass es so langweilig geschrieben ist. Im Gegenteil! Hazels und Augustus' Humor lässt die Seiten nur so dahinfliegen und die Sprache ist wunderbar beschrieben. Ich habe mich allerdings zuerst etwas gesträubt, weil an jeder Ecke einen John Green angestarrt hat und jeder, aber auch wirklich JEDER darüber gesprochen hat. Normalerweise lese ich dann aus Prinzip die Bücher erst sehr viel später, das war auch schon mit Harry Potter und den Biss-Büchern so...
Aber ich schweife ab! Natürlich kann ich hier gern meinen Segen zum Lesen geben, schließlich handelt es sich hier um ein wunderschönes Buch, mit interessanten Figuren, einer schönen Prise Humor und einem sehr emotionalem Ende. Sollte also tatsächlich jemand unter euch sein, der das Buch noch nicht gelesen hat, der möge es bitte tun.
Übrigens, solltet ihr nur den Film gesehen haben, lest unbedingt das Buch. Ein paar Aspekte sind ziemlich anders und die finde ich gar nicht so unwichtig.
Also... neun Finger von mir.
Hazel hat Krebs. Sie weiß, dass sie sehr wahrscheinlich eher früher als später daran sterben wird, doch sie trägt es mit viel Sarkasmus und stoischer Gelassenheit. Als sie schließlich kaum noch das Haus verlässt und immer nur das eine Buch liest, zwingt ihre Mutter sie, zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen. Für die sechzehnjährige Hazel eine nervige Angelegenheit und doch lernt sie dort den charmanten Augustus kennen, der einen ähnlichen Humor hat wie sie.
Die beiden kommen sich näher, obwohl Hazel sich sicher ist, dass sie Augustus durch ihren bevorstehenden Tod nur Schmerz zufügen kann. Als Augustus sich dann aber in das gleiche Buch verguckt, das sie selbst schon seit Ewigkeiten immer wieder liest, beschließt Hazel ihrer Freundschaft eine Chance zu geben.
Eines Tages schafft es Augustus, Hazels Lieblingsautoren auf sich aufmerksam zu machen und ihn dazu zu bringen, sie zu sich einzuladen. Die Reise wird für die beiden auf vielerlei Hinsicht unvergesslich und schließlich ist da noch der miese Verräter namens "Schicksal"...
Tja, was soll man da noch groß sagen? Ich habe das Buch in zwei Anläufen gelesen, was aber keineswegs daran lag, dass es so langweilig geschrieben ist. Im Gegenteil! Hazels und Augustus' Humor lässt die Seiten nur so dahinfliegen und die Sprache ist wunderbar beschrieben. Ich habe mich allerdings zuerst etwas gesträubt, weil an jeder Ecke einen John Green angestarrt hat und jeder, aber auch wirklich JEDER darüber gesprochen hat. Normalerweise lese ich dann aus Prinzip die Bücher erst sehr viel später, das war auch schon mit Harry Potter und den Biss-Büchern so...
Aber ich schweife ab! Natürlich kann ich hier gern meinen Segen zum Lesen geben, schließlich handelt es sich hier um ein wunderschönes Buch, mit interessanten Figuren, einer schönen Prise Humor und einem sehr emotionalem Ende. Sollte also tatsächlich jemand unter euch sein, der das Buch noch nicht gelesen hat, der möge es bitte tun.
Übrigens, solltet ihr nur den Film gesehen haben, lest unbedingt das Buch. Ein paar Aspekte sind ziemlich anders und die finde ich gar nicht so unwichtig.
Also... neun Finger von mir.
Sonntag, 11. Oktober 2015
"Jeden Tag ein bisschen mehr" von Louisa Reid
Audrey ist 15 Jahre alt und zieht mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Peter in ein abgelegenes Haus einer neuen Stadt. Ihre Mutter möchte ihr altes zu Hause am liebsten vergessen und Audrey geht es anscheinend nicht anders, doch Audreys Krankheit lässt sie auch im neuen Haus nicht zur Ruhe kommen. Sie hat Depressionen und diese sind gerade dabei, zu einer ernsthaften psychischen Störung zu werden. Audrey verletzt sich selbst und kann sich hinterher nur an "das Ding" erinnern, welches ihr die Schmerzen zufügt.
Doch Audrey sieht den Umzug als eine Chance an, noch mal ganz von vorne anzufangen und das "Ding" nie wieder in Erscheinung treten zu lassen. Ihr Bruder und ihre Mutter helfen ihr dabei, so gut sie können. Auch der Nachbarsjunge Leo interessiert sich sehr für Audrey, er begleitet sie und Peter auf ihrem Weg nach Hause und bietet ihr seine Hilfe an, wenn sie mal nicht zurechtkommt.
Das "Ding" lässt eine neue Chance jedoch nicht zu, schon bald hat Audrey wieder die gleichen Probleme wie früher und die erweisen sich als lebensgefährlich. Nur Leo hat den Verdacht, dass hinter Audreys "Krankheit" etwas anderes stecken könnte.
Ich habe dieses Buch angefangen, in dem Glauben, es sei eine Liebesgeschichte, in der jemand seine Depression überwindet und seine Liebe findet. Hah! Weit gefehlt. Am Ende war ich fast schon verstört, weil die Auflösung einfach so... ja, grausam war.
Es fängt relativ harmlos an, die Familie kommt in das neue Haus, über die Vergangenheit wird nur sporadisch gesprochen. Klar ist nur, dass man auf Audrey aufpassen müsse, wegen der Dinge, die passiert sind. Nach und nach entwickelt man eine gewisse Zuneigung für Audrey, die in der Fürsorge für ihren kleinen Bruder gerade zu vergeht und ihren neuen Freund Leo, der sich Sorgen um sie macht. Die Mutter erscheint anfangs liebevoll und fürsorglich, wird aber immer mehr zu einer Rabenmutter, die sich nicht um ihre Kinder kümmert.
Als Audrey sich selbst verletzt, reißt ihre Mutter sich allerdings um sie, um ihr eine Psychotherapie in einer Anstalt zu ermöglichen und redet den Ärzten ein, dass das die einzige Möglichkeit sei. Audrey hat aber einen Grund sich aufzulehnen und gegen diese mysteriöse Krankheit zu kämpfen: Leo. Doch das will ihre Mutter nicht zulassen.
Ich würde das Buch ja fast schon als eine Art Thriller bezeichnen, weil ich doch ein klein wenig Angst hatte weiterzulesen ^^ Es fängt so ruhig an und doch schleicht sich mit jedem kleinen Geheimnis und jeder Offenbarung mehr Grauen in diese Geschichte. Ich glaube, hätte ich das vorher gewusst, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen, und doch bin ich froh, dass ich es getan habe. Die Sprache der Autorin hat mir gut gefallen, auch wenn ich das Buch manchmal weglegen musste, um nicht selbst in ein großes Loch zu fallen.
Auf jeden Fall ist es seinen Platz im Bücherregal wert! Acht Finger dafür.
Doch Audrey sieht den Umzug als eine Chance an, noch mal ganz von vorne anzufangen und das "Ding" nie wieder in Erscheinung treten zu lassen. Ihr Bruder und ihre Mutter helfen ihr dabei, so gut sie können. Auch der Nachbarsjunge Leo interessiert sich sehr für Audrey, er begleitet sie und Peter auf ihrem Weg nach Hause und bietet ihr seine Hilfe an, wenn sie mal nicht zurechtkommt.
Das "Ding" lässt eine neue Chance jedoch nicht zu, schon bald hat Audrey wieder die gleichen Probleme wie früher und die erweisen sich als lebensgefährlich. Nur Leo hat den Verdacht, dass hinter Audreys "Krankheit" etwas anderes stecken könnte.
Ich habe dieses Buch angefangen, in dem Glauben, es sei eine Liebesgeschichte, in der jemand seine Depression überwindet und seine Liebe findet. Hah! Weit gefehlt. Am Ende war ich fast schon verstört, weil die Auflösung einfach so... ja, grausam war.
Es fängt relativ harmlos an, die Familie kommt in das neue Haus, über die Vergangenheit wird nur sporadisch gesprochen. Klar ist nur, dass man auf Audrey aufpassen müsse, wegen der Dinge, die passiert sind. Nach und nach entwickelt man eine gewisse Zuneigung für Audrey, die in der Fürsorge für ihren kleinen Bruder gerade zu vergeht und ihren neuen Freund Leo, der sich Sorgen um sie macht. Die Mutter erscheint anfangs liebevoll und fürsorglich, wird aber immer mehr zu einer Rabenmutter, die sich nicht um ihre Kinder kümmert.
Als Audrey sich selbst verletzt, reißt ihre Mutter sich allerdings um sie, um ihr eine Psychotherapie in einer Anstalt zu ermöglichen und redet den Ärzten ein, dass das die einzige Möglichkeit sei. Audrey hat aber einen Grund sich aufzulehnen und gegen diese mysteriöse Krankheit zu kämpfen: Leo. Doch das will ihre Mutter nicht zulassen.
Ich würde das Buch ja fast schon als eine Art Thriller bezeichnen, weil ich doch ein klein wenig Angst hatte weiterzulesen ^^ Es fängt so ruhig an und doch schleicht sich mit jedem kleinen Geheimnis und jeder Offenbarung mehr Grauen in diese Geschichte. Ich glaube, hätte ich das vorher gewusst, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen, und doch bin ich froh, dass ich es getan habe. Die Sprache der Autorin hat mir gut gefallen, auch wenn ich das Buch manchmal weglegen musste, um nicht selbst in ein großes Loch zu fallen.
Auf jeden Fall ist es seinen Platz im Bücherregal wert! Acht Finger dafür.
Sonntag, 20. September 2015
„Ada - Im Anfang war die Finsternis“ von Angela Mohr
Tjaaaa, obwohl ich bisher nur lobpudelnde Rezensionen gelesen habe, kann ich mich dem jetzt leider nicht so anschließen. Das liegt nicht an der Schreibe der Autorin Angela Mohr, sondern eher an der Geschichte. Die ist einfach nicht mein Fall und hinterlässt ein paar Fragen, die ich mir nicht beantworten kann.
Aber erst einmal will ich euch die Geschichte vorstellen.
Ada lebt schon seit sie denken kann im Dorf. Die Dorfgemeinschaft ist alles für sie und ihre Familie steht an höchster Stelle. Wer im Dorf lebt, der muss mit anpacken und Gott huldigen, denn sie sind die Auserwählten, die Siegelträger. Adas weiß auch, dass es nicht mehr lange dauert, bis die Welt um sie herum ein furchtbares Ende nimmt, denn die Zeichen weisen darauf hin und auch die „Reiter“ sind immer häufiger in Erscheinung getreten. Doch Ada zweifelt an sich selbst. Sie denkt egoistisch und hat nur ein Ziel: Sie will eine „Heilerin“ werden und draußen, in der zum Verfall verurteilten Welt, die kranken Menschen suchen, die in ihrem Dorf Vergebung finden und das Ende der Welt überleben können. Dieses Ziel hält sie über Wasser.
Luca hat gerade seine Mutter ins Krankenhaus gebracht, da sein gewalttätiger Vater sich mal wieder nicht zügeln konnte. Er weiß, dass sie nicht wieder zurück können und sucht nach einer Möglichkeit, den weitreichenden Fängen seines Vaters zu entkommen, da trifft er auf drei Leute, die ihnen anbieten, bei ihnen unterzukommen. Luca weiß nicht genau, was er davon halten soll, da dieses Gerede von Gott und Schicksal ihm sehr merkwürdig vorkommt. Doch um seine Mutter zu schützen willigt er schließlich ein den Menschen in das „Dorf“ zu folgen. Dort begegnet er Ada…
Bis dahin… eine tolle Geschichte! Allerdings zieht es dann doch sehr an den Haaren.
Luca schnüffelt hier und dort herum und entdeckt ein paar Dinge, die seinen „inneren Luchs“ in Habachtstellung gehen lassen. Alles hat irgendwie mit Ada zu tun und so drängt Luca sie, das Dorf zu verlassen. Als alles im Dorf drunter und drüber geht, ergreift Ada schließlich die Flucht und wird mit der äußeren Welt konfrontiert, die sie noch nie erlebt hatte. Autos, Straßenbahn und Menschen, die gar nicht so krank sind, wie die Ältesten im Dorf es immer erzählt haben. Als Ada auch noch auf ihren längst verstorben geglaubten Bruder stößt, ist das Chaos komplett. Doch das ist noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs…
Angela Mohr schreibt in zwei verschiedenen Perspektiven, Adas und Lucas. Es ist ein schöner Schreibstil, der Lust auf mehr macht - und doch war die Geschichte irgendwie unglaubwürdig. Schließlich hat das hier nichts mit Fantasy oder SF zu tun, ich kann mir vorstellen, dass so etwas durchaus passieren könnte. Allerdings sind die letzten Kapitel so haarsträubend. Die Figuren tun Dinge, bei denen ich mir dachte 'warum zum Geier macht der/die das?!' Ich scheine mit meiner Meinung etwas allein dazustehen, aber das ist nicht schlimm ;-)
Trotz allem kann man das Buch super lesen! Auch wenn meine Rezension etwas abschreckt, solltet ihr euch nicht davon abhalten lassen mal reinzuschnuppern. Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß dabei! Fünf Finger von mir.
Aber erst einmal will ich euch die Geschichte vorstellen.
Ada lebt schon seit sie denken kann im Dorf. Die Dorfgemeinschaft ist alles für sie und ihre Familie steht an höchster Stelle. Wer im Dorf lebt, der muss mit anpacken und Gott huldigen, denn sie sind die Auserwählten, die Siegelträger. Adas weiß auch, dass es nicht mehr lange dauert, bis die Welt um sie herum ein furchtbares Ende nimmt, denn die Zeichen weisen darauf hin und auch die „Reiter“ sind immer häufiger in Erscheinung getreten. Doch Ada zweifelt an sich selbst. Sie denkt egoistisch und hat nur ein Ziel: Sie will eine „Heilerin“ werden und draußen, in der zum Verfall verurteilten Welt, die kranken Menschen suchen, die in ihrem Dorf Vergebung finden und das Ende der Welt überleben können. Dieses Ziel hält sie über Wasser.
Luca hat gerade seine Mutter ins Krankenhaus gebracht, da sein gewalttätiger Vater sich mal wieder nicht zügeln konnte. Er weiß, dass sie nicht wieder zurück können und sucht nach einer Möglichkeit, den weitreichenden Fängen seines Vaters zu entkommen, da trifft er auf drei Leute, die ihnen anbieten, bei ihnen unterzukommen. Luca weiß nicht genau, was er davon halten soll, da dieses Gerede von Gott und Schicksal ihm sehr merkwürdig vorkommt. Doch um seine Mutter zu schützen willigt er schließlich ein den Menschen in das „Dorf“ zu folgen. Dort begegnet er Ada…
Bis dahin… eine tolle Geschichte! Allerdings zieht es dann doch sehr an den Haaren.
Luca schnüffelt hier und dort herum und entdeckt ein paar Dinge, die seinen „inneren Luchs“ in Habachtstellung gehen lassen. Alles hat irgendwie mit Ada zu tun und so drängt Luca sie, das Dorf zu verlassen. Als alles im Dorf drunter und drüber geht, ergreift Ada schließlich die Flucht und wird mit der äußeren Welt konfrontiert, die sie noch nie erlebt hatte. Autos, Straßenbahn und Menschen, die gar nicht so krank sind, wie die Ältesten im Dorf es immer erzählt haben. Als Ada auch noch auf ihren längst verstorben geglaubten Bruder stößt, ist das Chaos komplett. Doch das ist noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs…
Angela Mohr schreibt in zwei verschiedenen Perspektiven, Adas und Lucas. Es ist ein schöner Schreibstil, der Lust auf mehr macht - und doch war die Geschichte irgendwie unglaubwürdig. Schließlich hat das hier nichts mit Fantasy oder SF zu tun, ich kann mir vorstellen, dass so etwas durchaus passieren könnte. Allerdings sind die letzten Kapitel so haarsträubend. Die Figuren tun Dinge, bei denen ich mir dachte 'warum zum Geier macht der/die das?!' Ich scheine mit meiner Meinung etwas allein dazustehen, aber das ist nicht schlimm ;-)
Trotz allem kann man das Buch super lesen! Auch wenn meine Rezension etwas abschreckt, solltet ihr euch nicht davon abhalten lassen mal reinzuschnuppern. Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß dabei! Fünf Finger von mir.
Freitag, 11. September 2015
Nervige Nebensache...
Ja, so einfach ist das Lesen und Schreiben nicht, wenn diese Nebensache namens Schule einen die letzten Minuten raubt ;) Aber keine Sorge, ich werde mir meine Zeit nehmen! Zur Zeit lese ich drei Bücher auf einmal, mal sehen, ob das nicht irgendwann in die Hose geht! Aber ihr werdet bald wieder von mir hören :)
Montag, 24. August 2015
Ihr habt entschieden...
Dann freut euch schon mal auf die übernächste Rezension ;)
Als nächstes werde ich also "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" lesen. Vielen Dank an alle, die teilgenommen haben!
Und was soll es als nächstes sein? Morgen kommt eine neue Umfrage!
Samstag, 22. August 2015
"Liebe ist was für Idioten. Wie mich." von Sabine Schoder
Ein Wechselbad der Gefühle! Ich hab gelacht, geheult, war erleichtert und angepisst. Alles in zwei Stunden, in denen ich die letzten 150 Seiten gelesen habe.
Das Leben der gerade siebzehn Jahre alt gewordenen Viki ist nicht gerade berauschend. Obwohl, gegen eine kleine Tüte hat sie ab und zu nichts einzuwenden, besonders auf der Flucht vor ihrem ewig besoffenem Vater an einem Scheiß-Geburtstagsabend, in einer Scheißdisco bei einer Scheißband mit einem Scheißsänger! Dass Viki mit diesem Scheißsänger auch noch ungeplanterweise im Bett landet, schreibt sie zunächst dem Gras zu, doch als sie sich wieder und wieder mit ihm trifft, kann Viki weder ihrer besten Freundin Mel, noch sich selbst vormachen, dass der blonde Sänger Jay ihr nichts bedeutet.
Als Viki mitbekommt, dass Jay von einem Tag auf den anderen den Kontakt zu allen seinen Freunden abbricht und mit seinen Bandkollegen kein Wort mehr wechselt, nimmt sie sich vor hinter sein Gehemnis zu kommen. Ein Vorhaben, dass Viki ihre eigene Vergangenheit noch einmal durchleben lässt und die war alles andere als rosig.
Die ersten Seiten haben mir ehrlich gesagt nicht gefallen. Viki kommt wie eine Kifferin rüber, die nichts auf die Reihe bekommt und mit ihrem dauerbesoffenem Vater in einer Dreckswohnung haust. Mit der Zeit blickt mal allerdings hinter die Kulissen und beginnt langsam die Probleme und Verzwicktheiten von Vikis schwierigem Leben zu verstehen. Viki ist ein toller und starker Charakter, die ich gerne mal kennenlernen würde. Immer ein Spruch auf den Lippen und als eine Art Beschützerin ihrer besten Freundin Mel vor den kleinen Abartigkeiten des Leben.
Punktabzug gibt es nur für das (für mich) recht vorhersehbare "Geheimnis" von Jay, doch das macht das Buch nicht weniger lesenswert.
Trotz aller Scheiße, die Viki in den Weg geschmissen wird, steht sie fest im Leben und trotzt dem Gestank mit wehender Fahne. Alles zweideutig zu verstehen ;)
Wer mal nicht diesen ganzen Dystopien-Kram lesen und sich auf einen starken Charakter einlassen will, der sollte hier unbedingt mal reinschauen!
Sieben Finger von mir!
Mittwoch, 19. August 2015
"Das Juwel - Die Gabe" von Amy Ewing
Wer hat nicht schon einmal darüber nachgedacht? Dinge mit dem bloßen Willen verändern, mit der Kraft der eigenen Gedanken Dinge zu steuern und ein gewisses Maß an Macht zu besitzen. Violet hat diese Macht. Sie kann Bäume wachsen lassen, Formen verändern und lebt deshalb in einer Art Internat, in dem sie lernt ihre Gabe zu vergrößern. Doch Violets Gabe ist gleichermaßen ihr Fluch. Sie und 199 andere Mädchen mit der Gabe, die in Violets Welt in Armut lebten, werden auf einer Auktion verkauft: An Herzoginnen und Gräfinnen, die nur einen Zweck in diesen Mädchen, den sogenannten Surrogaten, sehen. Das Austragen eines Kindes.
Ein spannender Auftakt in eine neue Welt, in der es vor Intrigen und Verschwörungen nur so wimmelt. Nur langsam durchschaut man das Geflecht, in dem das Leben eines Surrogats, das bei gesellschaftlichen Treffen sogar an die Leine genommen wird, keinen Pfifferling wert ist. Wird ein Surrogat bei einem Intrigenspiel getötet? Ärgerlich, aber was soll's, bei der nächsten Auktion kann ein Neues gekauft werden.
Violet muss dabei zusehen, wie ihr Leben aus ihren eigenen Händen genommen wird und fühlt sich mehr als einmal wie ein Haustier, das durch Lob und Bestrafung in seine Schranken gewiesen wird.
Doch als sie sich verliebt, versucht sie aus ihrem Käfig auszubrechen...
Mehr als einmal habe ich bestimmt das Gesicht verzogen, bei den Beschreibungen, was Violet und den anderen Surrogaten widerfährt. Wem wird schon gern gesagt, was er wann und wie zu tun hat? Was die Herrin befiehlt wird befolgt, selbst wenn es dabei um den eigenen Körper geht.
Ich empfand dieses Buch als gut geschrieben, ich hab es in wenigen Schwüngen weggelesen, da es mich recht schnell gepackt hat. Die Spannungen, dieses ständige darauf Acht geben, was Violet von sich gibt und welche Geheimnisse sie ausspricht, um ihre Freunde zu schützen, gingen sofort auf mich über. Violets Kampf um ihre eigenen Rechte und die Teilnahme an einer großen Verschwörung werden allerdings erst im nächsten Teil der Reihe weitergehen. Dann heißt es wohl für mich warten. *seufz*
Von mir bekommt Violets Geschichte sieben Finger.
Samstag, 15. August 2015
"Die Bücherdiebin" von Markus Zusak
Dann fange ich mal an... mit einem meiner Lieblingsbücher!
Dies ist ein besonderes Buch, ja wirklich, denn erzählt wird es vom Tod höchstpersönlich. In manchen Zeiten hat er mehr zu tun als in anderen. Der 2. Weltkrieg ist so eine Zeit. Doch durch seine harte Arbeit schaut er hin und wieder auch mal auf die Erde und beobachtet. Zum Beispiel Liesel.
Liesel stiehlt am Grab ihres kleinen Bruders ihr erstes Buch und lernt damit lesen. Dass es das Buch eines Totengräbers ist, in dem beschrieben steht, wie man Särge und den Friedhof pflegt, das kümmert sie nicht. Liesel hat nämlich noch Wichtigeres im Kopf. In den Wirren des Krieges wird sie zu Pflegeeltern gebracht, Hans und Rosa Hubermann, und lebt sich dort ein. Sie lernt Rudi kennen und den Hitlergruß. Sie lernt das Lesen und wie man einen Juden versteckt. Und sie lernt die Liebe in ihren verschiedensten Formen kennen. Bis schließlich der Tod auch in ihre Straße kommen muss.
Ich sag euch eines: Es ist schwer reinzukommen, aber es lohnt sich wirklich! Da der Tod es erzählt, muss der Erzählstil eben auch ungewöhnlich sein, Es werden immer wieder kleine Anekdoten oder Hinweise eingeschoben, in welchen der Tod uns über dieses und jenes informiert. Doch das hat mich nicht rausgebracht, ich fand es toll.
Zusak hat einen schönen Schreibstil und hat mich zum Lachen, aber auch zum Weinen gebracht. Der Krieg ist allgegenwärtig, doch die Charaktere versuchen ihn auf ihre Weise von sich wegzuschieben und neben der Angst, sei es vor dem Tod oder Hitler oder den Nachbarn oder dem einen falschen Wort, auch etwas Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Ich kann es nur empfehlen und vergebe meine ganzen 10 Finger!
Dies ist ein besonderes Buch, ja wirklich, denn erzählt wird es vom Tod höchstpersönlich. In manchen Zeiten hat er mehr zu tun als in anderen. Der 2. Weltkrieg ist so eine Zeit. Doch durch seine harte Arbeit schaut er hin und wieder auch mal auf die Erde und beobachtet. Zum Beispiel Liesel.
Liesel stiehlt am Grab ihres kleinen Bruders ihr erstes Buch und lernt damit lesen. Dass es das Buch eines Totengräbers ist, in dem beschrieben steht, wie man Särge und den Friedhof pflegt, das kümmert sie nicht. Liesel hat nämlich noch Wichtigeres im Kopf. In den Wirren des Krieges wird sie zu Pflegeeltern gebracht, Hans und Rosa Hubermann, und lebt sich dort ein. Sie lernt Rudi kennen und den Hitlergruß. Sie lernt das Lesen und wie man einen Juden versteckt. Und sie lernt die Liebe in ihren verschiedensten Formen kennen. Bis schließlich der Tod auch in ihre Straße kommen muss.
Ich sag euch eines: Es ist schwer reinzukommen, aber es lohnt sich wirklich! Da der Tod es erzählt, muss der Erzählstil eben auch ungewöhnlich sein, Es werden immer wieder kleine Anekdoten oder Hinweise eingeschoben, in welchen der Tod uns über dieses und jenes informiert. Doch das hat mich nicht rausgebracht, ich fand es toll.
Zusak hat einen schönen Schreibstil und hat mich zum Lachen, aber auch zum Weinen gebracht. Der Krieg ist allgegenwärtig, doch die Charaktere versuchen ihn auf ihre Weise von sich wegzuschieben und neben der Angst, sei es vor dem Tod oder Hitler oder den Nachbarn oder dem einen falschen Wort, auch etwas Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Ich kann es nur empfehlen und vergebe meine ganzen 10 Finger!
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