Mittwoch, 19. August 2015
"Das Juwel - Die Gabe" von Amy Ewing
Wer hat nicht schon einmal darüber nachgedacht? Dinge mit dem bloßen Willen verändern, mit der Kraft der eigenen Gedanken Dinge zu steuern und ein gewisses Maß an Macht zu besitzen. Violet hat diese Macht. Sie kann Bäume wachsen lassen, Formen verändern und lebt deshalb in einer Art Internat, in dem sie lernt ihre Gabe zu vergrößern. Doch Violets Gabe ist gleichermaßen ihr Fluch. Sie und 199 andere Mädchen mit der Gabe, die in Violets Welt in Armut lebten, werden auf einer Auktion verkauft: An Herzoginnen und Gräfinnen, die nur einen Zweck in diesen Mädchen, den sogenannten Surrogaten, sehen. Das Austragen eines Kindes.
Ein spannender Auftakt in eine neue Welt, in der es vor Intrigen und Verschwörungen nur so wimmelt. Nur langsam durchschaut man das Geflecht, in dem das Leben eines Surrogats, das bei gesellschaftlichen Treffen sogar an die Leine genommen wird, keinen Pfifferling wert ist. Wird ein Surrogat bei einem Intrigenspiel getötet? Ärgerlich, aber was soll's, bei der nächsten Auktion kann ein Neues gekauft werden.
Violet muss dabei zusehen, wie ihr Leben aus ihren eigenen Händen genommen wird und fühlt sich mehr als einmal wie ein Haustier, das durch Lob und Bestrafung in seine Schranken gewiesen wird.
Doch als sie sich verliebt, versucht sie aus ihrem Käfig auszubrechen...
Mehr als einmal habe ich bestimmt das Gesicht verzogen, bei den Beschreibungen, was Violet und den anderen Surrogaten widerfährt. Wem wird schon gern gesagt, was er wann und wie zu tun hat? Was die Herrin befiehlt wird befolgt, selbst wenn es dabei um den eigenen Körper geht.
Ich empfand dieses Buch als gut geschrieben, ich hab es in wenigen Schwüngen weggelesen, da es mich recht schnell gepackt hat. Die Spannungen, dieses ständige darauf Acht geben, was Violet von sich gibt und welche Geheimnisse sie ausspricht, um ihre Freunde zu schützen, gingen sofort auf mich über. Violets Kampf um ihre eigenen Rechte und die Teilnahme an einer großen Verschwörung werden allerdings erst im nächsten Teil der Reihe weitergehen. Dann heißt es wohl für mich warten. *seufz*
Von mir bekommt Violets Geschichte sieben Finger.
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