Dies ist ein besonderes Buch, ja wirklich, denn erzählt wird es vom Tod höchstpersönlich. In manchen Zeiten hat er mehr zu tun als in anderen. Der 2. Weltkrieg ist so eine Zeit. Doch durch seine harte Arbeit schaut er hin und wieder auch mal auf die Erde und beobachtet. Zum Beispiel Liesel.
Liesel stiehlt am Grab ihres kleinen Bruders ihr erstes Buch und lernt damit lesen. Dass es das Buch eines Totengräbers ist, in dem beschrieben steht, wie man Särge und den Friedhof pflegt, das kümmert sie nicht. Liesel hat nämlich noch Wichtigeres im Kopf. In den Wirren des Krieges wird sie zu Pflegeeltern gebracht, Hans und Rosa Hubermann, und lebt sich dort ein. Sie lernt Rudi kennen und den Hitlergruß. Sie lernt das Lesen und wie man einen Juden versteckt. Und sie lernt die Liebe in ihren verschiedensten Formen kennen. Bis schließlich der Tod auch in ihre Straße kommen muss.
Ich sag euch eines: Es ist schwer reinzukommen, aber es lohnt sich wirklich! Da der Tod es erzählt, muss der Erzählstil eben auch ungewöhnlich sein, Es werden immer wieder kleine Anekdoten oder Hinweise eingeschoben, in welchen der Tod uns über dieses und jenes informiert. Doch das hat mich nicht rausgebracht, ich fand es toll.
Zusak hat einen schönen Schreibstil und hat mich zum Lachen, aber auch zum Weinen gebracht. Der Krieg ist allgegenwärtig, doch die Charaktere versuchen ihn auf ihre Weise von sich wegzuschieben und neben der Angst, sei es vor dem Tod oder Hitler oder den Nachbarn oder dem einen falschen Wort, auch etwas Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Ich kann es nur empfehlen und vergebe meine ganzen 10 Finger!


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