So hat sich Seb seine Ferien nicht vorgestellt. Während seine Freunde in die Sonne fahren und "Mädels flachlegen", muss er seine asthmakranke Mutter auf eine Ostseeinsel zur Kur begleiten. An diesem sterbenslangweiligen Ort verknallt sie sich auch noch in einen Typen, der sich in eine lange Reihe von Verliebtheiten seiner Mutter einreihen darf. Um nicht vor Langeweile zu vergehen, verkriecht sich Seb mit seinen Ohrstöpseln am Strand und in den Dünen. Eines Tages trifft er auf Kim, die so völlig anders ist, als die Menschen, die Seb sonst noch so auf der Insel gesehen hat. Kim gibt nicht viel auf die Meinung anderer Leute und kümmert sich etwas um einen Obdachlosen, der an einem Abhang "wohnt". Als der böse verprügelt wird, machen sich die beiden auf die Suche nach den Rowdys.
Diese Geschichte ist völlig normal. Es läuft nicht nach dem typschen Schema:
- Junge verliebt sich in Mädchen
- Mädchen nach einer Weile in Jungen (oder andersrum...)
- kritischer Moment
- romantisches Ende.
Innerhalb weniger Stunden hatte ich dieses wirklich kurze, kleine Abenteuer von 190 Seiten durch und konnte mir durchaus vorstellen, dass so etwas jedem von uns passieren könnte. Seb fühlt sich auf der Insel total fehl am Platz und Kim geht es nicht anders, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Während Seb sich nach seinem normalen Leben und nach seinen Freunden sehnt, möchte Kim ihrem goldenen Käfig entfliehen. Eine Art der Auflehnung kann sie ausleben, indem sie sich aus dem Internat schleicht und sich um den Obdachlosen Karl kümmert, ihm häufig zu Essen und etwas Geld da lässt.
Als Karl von Fremden verprügelt wird und kurz darauf verschwindet, sehen die beiden sich von der Polizei allein gelassen und ermitteln auf eigene Faust. Daneben muss Seb sich mit dem neuen Lover seiner Mutter herumschlagen, was die seltsame Verbindung von Mutter und Sohn unterstreicht. Ich hatte das Gefühl, dass die Mutter nicht wirklich fähig ist, eine gesunde Beziehung aufzubauen, schließlich hatte sie schon Einige und war am Ende immer am Boden zerstört. Doch Seb versucht jedes Mal sie wieder aufzubauen, nur damit seine Mutter in die nächste Verknalltheit schlittert. Ein Teufelskreis.
Vieles bleibt ungesagt, ins Detail wird nicht gegangen, aber man kann sich vieles denken. Trotzdem bin ich mit ein paar Fragen zurückgeblieben und konnte mich für diese Geschichte nur teilweise erwärmen. Von daher fünf Finger aus meiner Sicht.
Sonntag, 24. Januar 2016
Sonntag, 13. Dezember 2015
"Klar ist es Liebe" von Sandy Hall
Diverse tolle Rezensionen gelesen und gedacht: Hey, das ist doch mal was Neues! Nichts wie ran! Gnaaa...
Alle sind sich einig. Der Busfahrer, der Pizzabote, die Dozentin, Freunde, ja, wirklich alle. Sogar die Bank. Und das Eichhörnchen. Lea und Gabe sind das perfekte Paar, warum zum Teufel klappt es nur nicht mit den beiden? Irgendetwas kommt immer dazwischen.
Das war mal eine sehr kurze Inhaltsangabe, aber mehr ist es auch nicht. Der Weg, den ein perfektes Paar geht, um evtl. zusammenzufinden. Das Interessante an dem Buch ist, dass es nicht aus der Sicht der Hauptpersonen geschrieben ist, sondern aus ihrer nächsten Umgebung. Vierzehn Personen, Tiere und Gegenstände (ja, besagte Bank macht sich auch ihre Gedanken), finden, dass Lea und Gabe einfach perfekt füreinander geschaffen sind, selbst der Kommilitone, der beide auf den Tod nicht ausstehen kann, muss das zugeben.
Ich kann auf diesen Zug des "Whoa, toll, der Knaller!!11!"-Wahnsinns nicht aufspringen. Ehrlich gesagt hat mich dieses Buch so dermaßen genervt, dass ich ein paar Mal kurz davor war, es aus dem Fenster zu werfen. An einem Regentag. Möglichst mit Blitz und so. Dieses ständige "Oh, die beiden sind ja sooo süüüß zusammen." ging mir spätestens nach dem fünften Mal tierisch auf den Keks. Als dann noch die Bank (sinngemäß) sagte: "Oh, das sind ja zwei tolle Poschis, die sich hier auf mich draufsetzen!", da war alles vorbei.
Ich weiß, recht kurz für eine Rezension, aber alles weitere wäre übertrieben ;) Alle, die das Buch toll fanden, können das natürlich weiterhin tun, aber meinen Geschmack hat es so gar nicht getroffen ^^
Zwei Finger von mir, weil ich die Idee, mal aus der Sicht von allen anderen zu schreiben, eigentlich recht gut fand.
(Und nein, es sind nicht die mittleren ;) )
Alle sind sich einig. Der Busfahrer, der Pizzabote, die Dozentin, Freunde, ja, wirklich alle. Sogar die Bank. Und das Eichhörnchen. Lea und Gabe sind das perfekte Paar, warum zum Teufel klappt es nur nicht mit den beiden? Irgendetwas kommt immer dazwischen.
Das war mal eine sehr kurze Inhaltsangabe, aber mehr ist es auch nicht. Der Weg, den ein perfektes Paar geht, um evtl. zusammenzufinden. Das Interessante an dem Buch ist, dass es nicht aus der Sicht der Hauptpersonen geschrieben ist, sondern aus ihrer nächsten Umgebung. Vierzehn Personen, Tiere und Gegenstände (ja, besagte Bank macht sich auch ihre Gedanken), finden, dass Lea und Gabe einfach perfekt füreinander geschaffen sind, selbst der Kommilitone, der beide auf den Tod nicht ausstehen kann, muss das zugeben.
Ich kann auf diesen Zug des "Whoa, toll, der Knaller!!11!"-Wahnsinns nicht aufspringen. Ehrlich gesagt hat mich dieses Buch so dermaßen genervt, dass ich ein paar Mal kurz davor war, es aus dem Fenster zu werfen. An einem Regentag. Möglichst mit Blitz und so. Dieses ständige "Oh, die beiden sind ja sooo süüüß zusammen." ging mir spätestens nach dem fünften Mal tierisch auf den Keks. Als dann noch die Bank (sinngemäß) sagte: "Oh, das sind ja zwei tolle Poschis, die sich hier auf mich draufsetzen!", da war alles vorbei.
Ich weiß, recht kurz für eine Rezension, aber alles weitere wäre übertrieben ;) Alle, die das Buch toll fanden, können das natürlich weiterhin tun, aber meinen Geschmack hat es so gar nicht getroffen ^^
Zwei Finger von mir, weil ich die Idee, mal aus der Sicht von allen anderen zu schreiben, eigentlich recht gut fand.
(Und nein, es sind nicht die mittleren ;) )
Sonntag, 22. November 2015
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green
Gibt es eigentlich jemanden, der dieses Buch noch nicht gelesen oder den Film noch nicht gesehen hat? Ich hab's trotzdem getan (beides) und werde euch nun meine Meinung aufdrücken ;-)
Hazel hat Krebs. Sie weiß, dass sie sehr wahrscheinlich eher früher als später daran sterben wird, doch sie trägt es mit viel Sarkasmus und stoischer Gelassenheit. Als sie schließlich kaum noch das Haus verlässt und immer nur das eine Buch liest, zwingt ihre Mutter sie, zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen. Für die sechzehnjährige Hazel eine nervige Angelegenheit und doch lernt sie dort den charmanten Augustus kennen, der einen ähnlichen Humor hat wie sie.
Die beiden kommen sich näher, obwohl Hazel sich sicher ist, dass sie Augustus durch ihren bevorstehenden Tod nur Schmerz zufügen kann. Als Augustus sich dann aber in das gleiche Buch verguckt, das sie selbst schon seit Ewigkeiten immer wieder liest, beschließt Hazel ihrer Freundschaft eine Chance zu geben.
Eines Tages schafft es Augustus, Hazels Lieblingsautoren auf sich aufmerksam zu machen und ihn dazu zu bringen, sie zu sich einzuladen. Die Reise wird für die beiden auf vielerlei Hinsicht unvergesslich und schließlich ist da noch der miese Verräter namens "Schicksal"...
Tja, was soll man da noch groß sagen? Ich habe das Buch in zwei Anläufen gelesen, was aber keineswegs daran lag, dass es so langweilig geschrieben ist. Im Gegenteil! Hazels und Augustus' Humor lässt die Seiten nur so dahinfliegen und die Sprache ist wunderbar beschrieben. Ich habe mich allerdings zuerst etwas gesträubt, weil an jeder Ecke einen John Green angestarrt hat und jeder, aber auch wirklich JEDER darüber gesprochen hat. Normalerweise lese ich dann aus Prinzip die Bücher erst sehr viel später, das war auch schon mit Harry Potter und den Biss-Büchern so...
Aber ich schweife ab! Natürlich kann ich hier gern meinen Segen zum Lesen geben, schließlich handelt es sich hier um ein wunderschönes Buch, mit interessanten Figuren, einer schönen Prise Humor und einem sehr emotionalem Ende. Sollte also tatsächlich jemand unter euch sein, der das Buch noch nicht gelesen hat, der möge es bitte tun.
Übrigens, solltet ihr nur den Film gesehen haben, lest unbedingt das Buch. Ein paar Aspekte sind ziemlich anders und die finde ich gar nicht so unwichtig.
Also... neun Finger von mir.
Hazel hat Krebs. Sie weiß, dass sie sehr wahrscheinlich eher früher als später daran sterben wird, doch sie trägt es mit viel Sarkasmus und stoischer Gelassenheit. Als sie schließlich kaum noch das Haus verlässt und immer nur das eine Buch liest, zwingt ihre Mutter sie, zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen. Für die sechzehnjährige Hazel eine nervige Angelegenheit und doch lernt sie dort den charmanten Augustus kennen, der einen ähnlichen Humor hat wie sie.
Die beiden kommen sich näher, obwohl Hazel sich sicher ist, dass sie Augustus durch ihren bevorstehenden Tod nur Schmerz zufügen kann. Als Augustus sich dann aber in das gleiche Buch verguckt, das sie selbst schon seit Ewigkeiten immer wieder liest, beschließt Hazel ihrer Freundschaft eine Chance zu geben.
Eines Tages schafft es Augustus, Hazels Lieblingsautoren auf sich aufmerksam zu machen und ihn dazu zu bringen, sie zu sich einzuladen. Die Reise wird für die beiden auf vielerlei Hinsicht unvergesslich und schließlich ist da noch der miese Verräter namens "Schicksal"...
Tja, was soll man da noch groß sagen? Ich habe das Buch in zwei Anläufen gelesen, was aber keineswegs daran lag, dass es so langweilig geschrieben ist. Im Gegenteil! Hazels und Augustus' Humor lässt die Seiten nur so dahinfliegen und die Sprache ist wunderbar beschrieben. Ich habe mich allerdings zuerst etwas gesträubt, weil an jeder Ecke einen John Green angestarrt hat und jeder, aber auch wirklich JEDER darüber gesprochen hat. Normalerweise lese ich dann aus Prinzip die Bücher erst sehr viel später, das war auch schon mit Harry Potter und den Biss-Büchern so...
Aber ich schweife ab! Natürlich kann ich hier gern meinen Segen zum Lesen geben, schließlich handelt es sich hier um ein wunderschönes Buch, mit interessanten Figuren, einer schönen Prise Humor und einem sehr emotionalem Ende. Sollte also tatsächlich jemand unter euch sein, der das Buch noch nicht gelesen hat, der möge es bitte tun.
Übrigens, solltet ihr nur den Film gesehen haben, lest unbedingt das Buch. Ein paar Aspekte sind ziemlich anders und die finde ich gar nicht so unwichtig.
Also... neun Finger von mir.
Sonntag, 11. Oktober 2015
"Jeden Tag ein bisschen mehr" von Louisa Reid
Audrey ist 15 Jahre alt und zieht mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Peter in ein abgelegenes Haus einer neuen Stadt. Ihre Mutter möchte ihr altes zu Hause am liebsten vergessen und Audrey geht es anscheinend nicht anders, doch Audreys Krankheit lässt sie auch im neuen Haus nicht zur Ruhe kommen. Sie hat Depressionen und diese sind gerade dabei, zu einer ernsthaften psychischen Störung zu werden. Audrey verletzt sich selbst und kann sich hinterher nur an "das Ding" erinnern, welches ihr die Schmerzen zufügt.
Doch Audrey sieht den Umzug als eine Chance an, noch mal ganz von vorne anzufangen und das "Ding" nie wieder in Erscheinung treten zu lassen. Ihr Bruder und ihre Mutter helfen ihr dabei, so gut sie können. Auch der Nachbarsjunge Leo interessiert sich sehr für Audrey, er begleitet sie und Peter auf ihrem Weg nach Hause und bietet ihr seine Hilfe an, wenn sie mal nicht zurechtkommt.
Das "Ding" lässt eine neue Chance jedoch nicht zu, schon bald hat Audrey wieder die gleichen Probleme wie früher und die erweisen sich als lebensgefährlich. Nur Leo hat den Verdacht, dass hinter Audreys "Krankheit" etwas anderes stecken könnte.
Ich habe dieses Buch angefangen, in dem Glauben, es sei eine Liebesgeschichte, in der jemand seine Depression überwindet und seine Liebe findet. Hah! Weit gefehlt. Am Ende war ich fast schon verstört, weil die Auflösung einfach so... ja, grausam war.
Es fängt relativ harmlos an, die Familie kommt in das neue Haus, über die Vergangenheit wird nur sporadisch gesprochen. Klar ist nur, dass man auf Audrey aufpassen müsse, wegen der Dinge, die passiert sind. Nach und nach entwickelt man eine gewisse Zuneigung für Audrey, die in der Fürsorge für ihren kleinen Bruder gerade zu vergeht und ihren neuen Freund Leo, der sich Sorgen um sie macht. Die Mutter erscheint anfangs liebevoll und fürsorglich, wird aber immer mehr zu einer Rabenmutter, die sich nicht um ihre Kinder kümmert.
Als Audrey sich selbst verletzt, reißt ihre Mutter sich allerdings um sie, um ihr eine Psychotherapie in einer Anstalt zu ermöglichen und redet den Ärzten ein, dass das die einzige Möglichkeit sei. Audrey hat aber einen Grund sich aufzulehnen und gegen diese mysteriöse Krankheit zu kämpfen: Leo. Doch das will ihre Mutter nicht zulassen.
Ich würde das Buch ja fast schon als eine Art Thriller bezeichnen, weil ich doch ein klein wenig Angst hatte weiterzulesen ^^ Es fängt so ruhig an und doch schleicht sich mit jedem kleinen Geheimnis und jeder Offenbarung mehr Grauen in diese Geschichte. Ich glaube, hätte ich das vorher gewusst, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen, und doch bin ich froh, dass ich es getan habe. Die Sprache der Autorin hat mir gut gefallen, auch wenn ich das Buch manchmal weglegen musste, um nicht selbst in ein großes Loch zu fallen.
Auf jeden Fall ist es seinen Platz im Bücherregal wert! Acht Finger dafür.
Doch Audrey sieht den Umzug als eine Chance an, noch mal ganz von vorne anzufangen und das "Ding" nie wieder in Erscheinung treten zu lassen. Ihr Bruder und ihre Mutter helfen ihr dabei, so gut sie können. Auch der Nachbarsjunge Leo interessiert sich sehr für Audrey, er begleitet sie und Peter auf ihrem Weg nach Hause und bietet ihr seine Hilfe an, wenn sie mal nicht zurechtkommt.
Das "Ding" lässt eine neue Chance jedoch nicht zu, schon bald hat Audrey wieder die gleichen Probleme wie früher und die erweisen sich als lebensgefährlich. Nur Leo hat den Verdacht, dass hinter Audreys "Krankheit" etwas anderes stecken könnte.
Ich habe dieses Buch angefangen, in dem Glauben, es sei eine Liebesgeschichte, in der jemand seine Depression überwindet und seine Liebe findet. Hah! Weit gefehlt. Am Ende war ich fast schon verstört, weil die Auflösung einfach so... ja, grausam war.
Es fängt relativ harmlos an, die Familie kommt in das neue Haus, über die Vergangenheit wird nur sporadisch gesprochen. Klar ist nur, dass man auf Audrey aufpassen müsse, wegen der Dinge, die passiert sind. Nach und nach entwickelt man eine gewisse Zuneigung für Audrey, die in der Fürsorge für ihren kleinen Bruder gerade zu vergeht und ihren neuen Freund Leo, der sich Sorgen um sie macht. Die Mutter erscheint anfangs liebevoll und fürsorglich, wird aber immer mehr zu einer Rabenmutter, die sich nicht um ihre Kinder kümmert.
Als Audrey sich selbst verletzt, reißt ihre Mutter sich allerdings um sie, um ihr eine Psychotherapie in einer Anstalt zu ermöglichen und redet den Ärzten ein, dass das die einzige Möglichkeit sei. Audrey hat aber einen Grund sich aufzulehnen und gegen diese mysteriöse Krankheit zu kämpfen: Leo. Doch das will ihre Mutter nicht zulassen.
Ich würde das Buch ja fast schon als eine Art Thriller bezeichnen, weil ich doch ein klein wenig Angst hatte weiterzulesen ^^ Es fängt so ruhig an und doch schleicht sich mit jedem kleinen Geheimnis und jeder Offenbarung mehr Grauen in diese Geschichte. Ich glaube, hätte ich das vorher gewusst, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen, und doch bin ich froh, dass ich es getan habe. Die Sprache der Autorin hat mir gut gefallen, auch wenn ich das Buch manchmal weglegen musste, um nicht selbst in ein großes Loch zu fallen.
Auf jeden Fall ist es seinen Platz im Bücherregal wert! Acht Finger dafür.
Sonntag, 20. September 2015
„Ada - Im Anfang war die Finsternis“ von Angela Mohr
Tjaaaa, obwohl ich bisher nur lobpudelnde Rezensionen gelesen habe, kann ich mich dem jetzt leider nicht so anschließen. Das liegt nicht an der Schreibe der Autorin Angela Mohr, sondern eher an der Geschichte. Die ist einfach nicht mein Fall und hinterlässt ein paar Fragen, die ich mir nicht beantworten kann.
Aber erst einmal will ich euch die Geschichte vorstellen.
Ada lebt schon seit sie denken kann im Dorf. Die Dorfgemeinschaft ist alles für sie und ihre Familie steht an höchster Stelle. Wer im Dorf lebt, der muss mit anpacken und Gott huldigen, denn sie sind die Auserwählten, die Siegelträger. Adas weiß auch, dass es nicht mehr lange dauert, bis die Welt um sie herum ein furchtbares Ende nimmt, denn die Zeichen weisen darauf hin und auch die „Reiter“ sind immer häufiger in Erscheinung getreten. Doch Ada zweifelt an sich selbst. Sie denkt egoistisch und hat nur ein Ziel: Sie will eine „Heilerin“ werden und draußen, in der zum Verfall verurteilten Welt, die kranken Menschen suchen, die in ihrem Dorf Vergebung finden und das Ende der Welt überleben können. Dieses Ziel hält sie über Wasser.
Luca hat gerade seine Mutter ins Krankenhaus gebracht, da sein gewalttätiger Vater sich mal wieder nicht zügeln konnte. Er weiß, dass sie nicht wieder zurück können und sucht nach einer Möglichkeit, den weitreichenden Fängen seines Vaters zu entkommen, da trifft er auf drei Leute, die ihnen anbieten, bei ihnen unterzukommen. Luca weiß nicht genau, was er davon halten soll, da dieses Gerede von Gott und Schicksal ihm sehr merkwürdig vorkommt. Doch um seine Mutter zu schützen willigt er schließlich ein den Menschen in das „Dorf“ zu folgen. Dort begegnet er Ada…
Bis dahin… eine tolle Geschichte! Allerdings zieht es dann doch sehr an den Haaren.
Luca schnüffelt hier und dort herum und entdeckt ein paar Dinge, die seinen „inneren Luchs“ in Habachtstellung gehen lassen. Alles hat irgendwie mit Ada zu tun und so drängt Luca sie, das Dorf zu verlassen. Als alles im Dorf drunter und drüber geht, ergreift Ada schließlich die Flucht und wird mit der äußeren Welt konfrontiert, die sie noch nie erlebt hatte. Autos, Straßenbahn und Menschen, die gar nicht so krank sind, wie die Ältesten im Dorf es immer erzählt haben. Als Ada auch noch auf ihren längst verstorben geglaubten Bruder stößt, ist das Chaos komplett. Doch das ist noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs…
Angela Mohr schreibt in zwei verschiedenen Perspektiven, Adas und Lucas. Es ist ein schöner Schreibstil, der Lust auf mehr macht - und doch war die Geschichte irgendwie unglaubwürdig. Schließlich hat das hier nichts mit Fantasy oder SF zu tun, ich kann mir vorstellen, dass so etwas durchaus passieren könnte. Allerdings sind die letzten Kapitel so haarsträubend. Die Figuren tun Dinge, bei denen ich mir dachte 'warum zum Geier macht der/die das?!' Ich scheine mit meiner Meinung etwas allein dazustehen, aber das ist nicht schlimm ;-)
Trotz allem kann man das Buch super lesen! Auch wenn meine Rezension etwas abschreckt, solltet ihr euch nicht davon abhalten lassen mal reinzuschnuppern. Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß dabei! Fünf Finger von mir.
Aber erst einmal will ich euch die Geschichte vorstellen.
Ada lebt schon seit sie denken kann im Dorf. Die Dorfgemeinschaft ist alles für sie und ihre Familie steht an höchster Stelle. Wer im Dorf lebt, der muss mit anpacken und Gott huldigen, denn sie sind die Auserwählten, die Siegelträger. Adas weiß auch, dass es nicht mehr lange dauert, bis die Welt um sie herum ein furchtbares Ende nimmt, denn die Zeichen weisen darauf hin und auch die „Reiter“ sind immer häufiger in Erscheinung getreten. Doch Ada zweifelt an sich selbst. Sie denkt egoistisch und hat nur ein Ziel: Sie will eine „Heilerin“ werden und draußen, in der zum Verfall verurteilten Welt, die kranken Menschen suchen, die in ihrem Dorf Vergebung finden und das Ende der Welt überleben können. Dieses Ziel hält sie über Wasser.
Luca hat gerade seine Mutter ins Krankenhaus gebracht, da sein gewalttätiger Vater sich mal wieder nicht zügeln konnte. Er weiß, dass sie nicht wieder zurück können und sucht nach einer Möglichkeit, den weitreichenden Fängen seines Vaters zu entkommen, da trifft er auf drei Leute, die ihnen anbieten, bei ihnen unterzukommen. Luca weiß nicht genau, was er davon halten soll, da dieses Gerede von Gott und Schicksal ihm sehr merkwürdig vorkommt. Doch um seine Mutter zu schützen willigt er schließlich ein den Menschen in das „Dorf“ zu folgen. Dort begegnet er Ada…
Bis dahin… eine tolle Geschichte! Allerdings zieht es dann doch sehr an den Haaren.
Luca schnüffelt hier und dort herum und entdeckt ein paar Dinge, die seinen „inneren Luchs“ in Habachtstellung gehen lassen. Alles hat irgendwie mit Ada zu tun und so drängt Luca sie, das Dorf zu verlassen. Als alles im Dorf drunter und drüber geht, ergreift Ada schließlich die Flucht und wird mit der äußeren Welt konfrontiert, die sie noch nie erlebt hatte. Autos, Straßenbahn und Menschen, die gar nicht so krank sind, wie die Ältesten im Dorf es immer erzählt haben. Als Ada auch noch auf ihren längst verstorben geglaubten Bruder stößt, ist das Chaos komplett. Doch das ist noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs…
Angela Mohr schreibt in zwei verschiedenen Perspektiven, Adas und Lucas. Es ist ein schöner Schreibstil, der Lust auf mehr macht - und doch war die Geschichte irgendwie unglaubwürdig. Schließlich hat das hier nichts mit Fantasy oder SF zu tun, ich kann mir vorstellen, dass so etwas durchaus passieren könnte. Allerdings sind die letzten Kapitel so haarsträubend. Die Figuren tun Dinge, bei denen ich mir dachte 'warum zum Geier macht der/die das?!' Ich scheine mit meiner Meinung etwas allein dazustehen, aber das ist nicht schlimm ;-)
Trotz allem kann man das Buch super lesen! Auch wenn meine Rezension etwas abschreckt, solltet ihr euch nicht davon abhalten lassen mal reinzuschnuppern. Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß dabei! Fünf Finger von mir.
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